Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum Giovanni Rambotti befindet sich im ehemaligen Kloster Santa Maria del Carmine aus den Anfängen des 16. Jhdts. mit einem schönen Kreuzgang, der einen quadratischen Grundriss und fünf Bogen pro Seite aufweist.
Die Idee, hier ein archäologisches Museum zu errichten, welches der Prähistorie rund um den Gardasee gewidmet ist, reifte zu Beginn der 1980iger Jahre, um den unzähligen Funden aus den Feuchtgebieten des Lavagnone (darunter die Privatsammlung von Anwalt Mosconi, welche seine Erben der Gemeinde überlassen haben) sowie dem Material, das zahlreiche Einheimische in den im südlichen Teil des Gardasees versunkenen Pfahlbauten gefunden haben, einen geeigneten Platz zu schaffen.
Die fünf Bereiche des Museums bieten ein weit reichendes Panorama über Kulturen aus der Prähistorie, vor allem über die Pfahlbausiedlungen am Gardasee.
Am Eingang des ersten Bereichs zeigt eine Leuchttafel die Aufteilung der archäologischen Ausgrabungsstätten zwischen Lombardei und Venetien; der zweite ist Funden aus der Mittel- bis Jungsteinzeit gewidmet.
Die weiteren Sektionen im Museum Rambotti sind den Kulturen gewidmet, die sich zwischen Gardasee und Poebene von 2200 bis 1200 v.Chr. entwickelt haben. Zwei Schautafeln und zwei Modelle im Maßstab 1:25 im dritten Bereich stellen das Leben in den Pfahlbauten dar; in den Schaukästen der vierten Sektion werden Geräte und Gebrauchsgegenstände aus dem Bronzezeitalter ausgestellt.
Der fünfte Abschnitt ist zur Gänze den Funden aus dem Sumpfgebiet des Lavagnone gewidmet, besonders erwähnenswert ist der älteste Pflug der Welt, der 1978 zwischen den Pfählen der Pfahlbauten-Siedlung gefunden wurde, die hier 2000 v. Chr. errichtet worden war.
Dank der anaeroben Torfschichten des Lavagnone blieb uns dieser Pflug aus Eichenholz  vom so genannten Triptolemos-Typ erhalten, mit Pflugbalken (über den der Pflug mit dem Joch verbunden wurde) und Pflugschar in einem einzigen Stück aus der Gabelung eines großen Astes. Der Sterz, ein Ruder für die Richtung und die Tiefe der Furchen, ist in den großen Holzkeil eingeklemmt, der als Pflugschar diente.
Den Abschluss des Museumsbesuches stellen drei Schaukästen dar, in denen andere Gegenstände aus dem Feuchtgebiet des Lavagnone zu sehen sind: Äxte aus geschliffenem Stein, Sicheln mit Schneiden aus verschiedenen Elementen aus Kieselstein und Holzschüsseln.
Das Museum wurde dem ersten Bürgermeister von Desenzano, Giovanni Rambotti (von 1860 bis 1862), gewidmet, Direktor des Gymnasiums „Baratta” und Archäologie-Begeisterter, woraufhin er 1882 mit dem Titel „Königlicher Inspektor für Ausgrabungen und Denkmäler” für das Gebiet Desenzano geehrt wurde.

Museo archeologico Giovanni Rambotti
Via Tommaso dal Molin, 7
25015 Desenzano del Garda – Italy
+39 030 914 4529
http://www.onde.net/desenzano/citta/museo/

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